Für die dunkle und mehrdimensionale EP NOORDINARY kehrt der geheimnisvolle Berliner Musikproduzent Luca Draccar auf Lush Point zurück. Dies ist in der Tat keine gewöhnliche Veröffentlichung, denn dieser rhythmische Dreitrack-Release ist voll von tiefen und souligen Basslines, komplexen perkussiven Loops, glitchigen Samples und minimalen Beats, die maximalen Punch bieten. Die erfinderische und fesselnde Veröffentlichung ist die Fortsetzung der psychedelischen Techno-Exkursion ‚Quo Vadis‘ des italienischen Produzenten, die im vergangenen Dezember auf Lush Point veröffentlicht wurde.

Der verführerische Opener ‚Voulez vous coucher avec moi‘ wirft sofort Licht auf Draccar’s komplizierte perkussive Programmierung. Von den Anfangstakten aus gleiten eine Reihe von Claps, Hats, knisternde Shaker und Handtrommeln über den Mix, während springende in Phasen abgestimmte Piepstöne überall verteilt sind. Draccar verschmilzt organische Klänge mit digitalen Effekten zu komplexen rhythmischen Strukturen, während ein treibender Beat und eine pulsierende Bassline den Track in ständiger Vorwärtsbewegung halten.

In ‚Violet Blue‘ wird eine Auswahl an unregelmäßigen Offbeat-Samples über einen minimal techigen Beat mit einer tiefen Kick und einer noch tieferen Bassline gestreut. Während des Killer-Durchbruchs des Tracks werden die hügeligen Sub- und Videospiel-Percussion-Samples durch eine ätherische Harfe ersetzt, die über das Stereospektrum fließt. Gleichzeitig leitet ein hoher Synthie-Ton einen fast erreichten Höhepunkt an, kurz bevor der tiefe Beat wieder einsetzt und den Hörer dieses außerirdischen Tracks auf die Erde zurückbringt.

EP Closer ‚Vampire Princess‘ ist ein dunkler und verdrehter neunminütiger gigantischer Track, voll von Draccars charakteristischen pochenden Basslines und zufälligen Glitches. Steife Perkussion und eine druckvolle Kick halten den Track im Overdrive, während klirrende Holzblöcke, kräftiges Klatschen, hauchdünne Wellen von sirenenartigen Loops dem Track ein fantastisches Gefühl geben. Es scheint als ob zu jedem Zeitpunkt ein neues mystisches Element eindringen und den Track in eine ganz neue Richtung lenken könnte. Nach achteinhalb seltsamen aber wunderbaren Minuten schließt der düstere Track mit einem unvorhergesehenen Moment der Helligkeit ab – wenn kristallklare Synthesizer Licht zurück in dieses esoterische Epos bringen.

Quelle: Hands Productions // PullProxy

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