Egopool im Interview

Wenn es etwas gibt das Egopool wahrlich meistert, dann ist es der Stress. Der gebürtige Leipziger ist stets im Dauereinsatz und erbringt ein Resultat nach dem anderen. So auch im Musikgeschäft. Seit 2004 nun spielt und produziert Egopool in der bunten Welt der elektronischen Tanzmusik. Im Alleingang, aber auch in Kollaborationen wie z.B. mit M.in und Chriss Vogt zeichnen sich mit erstklassigen Tracks wie No Time To Lose aus. Wiedererkennung in seiner Musik gibt es in den Melodien welche sein Gespür für Tech-House geradezu untermalen. Zeigen tut sich das anhand der Tatsache dass Egopool bereits mit zwei seiner Tracks gechartet ist. Eines davon war die eben genannte Nummer No Time To Lose. Der zweite Chartstürmer war Hensvik. Zusammen produziert mit seinem Freund und DJ-Kollegen Jelly Shot, mit welchem er 2013 das eigene Label Subdimension gründete.

Egopool

Inwiefern beeinflusst Dich Dein Wohnort/ die dortige Szene in Deinem Schaffen als DJ und letzten Endes auch Trackauswahl bei Deinen Sets?
Es beeinflusst mich tatsächlich weniger, als man meinen könnte. Durch den überschwappenden Mainstream sind wenige glücklich über die Szenerie hier in Leipzig. Moon Harbour jedoch als Aushängeschild beeindruckt mich immer wieder durch spannende Releases und hervorragende Künstler. Ich denke, dass es einerseits auf einen persönlich ankommt, was sich in den Sets eines DJs widerfindet und was nicht. Persönlicher Geschmack ist dabei stärker ausschlaggebend als der Wohnort. Wobei man natürlich nie ganz frei von den Einflüssen seiner Umgebung und Szene ist.

Gab es einen Punkt in Deinem Leben an dem Du Dich ganz bewusst für das DJing, die Musik etc. entschieden hast?
Lass mich überlegen. Ja klar, da war ich gerade 17. Ein Freund legte schon eine Weile elektronisches auf. Ich war des Öfteren bei ihm und hatte die Möglichkeit mich zu versuchen. Die Leidenschaft fürs Auflegen habe ich dann von Mal zu Mal intensiver gespürt. Es war etwas zwischen Liebe auf den ersten Blick und Ehrgeiz. Mittlerweile erfüllt es mich unglaublich, denn ich brauche Musik zum Leben.
Techno in seinen unterschiedlichen Formen kommt immer mal wieder auch ins breite Rampenlicht aus kommerzieller Sicht. Ist das Deiner Meinung nach förderlich oder eher negativ für die Szene und Entwicklung?
Ich sehe das gar nicht so schwarz wie manch anderer. Die Relationen müssen halt stimme. Förderlich ist es doch auf jeden Fall. Jeder Focus ist gut für eine kleine Szene, da so die Kraft kommt Dinge auf ein anderes Niveau zu heben. „Wir leben von den liebenden.“

Worauf legst Du bei der Zusammenstellung Deiner Sets besonderen Wert?
Wie gesagt, das kommt darauf an wo und wann man spielt. Wenn man zum warm up zur peaktime und zum closing das Gleiche spielt, hat man sein ziel verfehlt. Es kommt also auf die Empfindung in dem speziellen Moment an.

Beatport und mittlerweile viele Festivals werden von dem amerikanischen Giganten SFX übernommen, wie sehr beunruhigt Dich diese Entwicklung?
Vielleicht übernehmen sich ja alle und wir haben bald wieder Plattenläden. (Lacht) Mal ehrlich, in allen anfangs Szeneorientierten Musikrichtungen gab es diese Entwicklung, oder zumindest so ähnlich. Es ist Teil der Entwicklung. Manches kommt und manches geht. Und am Ende bleiben hoffentlich die stehen, die die Musik nicht nur aus kommerzieller Sicht sondern von Herzen lieben.

Welchen Stellenwert räumst Du Vinyl im Bereich der elektronischen Musik ein?
Vinyl bleibt Vinyl, keine Frage. Das Handwerk wird durch die technische Entwicklung einfacher, sei es drum. Dennoch haben wir für unser Label Subdimension entschieden den Deist der Zeit nicht sterben zu lassen und bringen regelmäßige Releases auf Vinyl. Diese Nähe zu diesem Medium ist mir und uns schon sehr wichtig. Man kann sich lange darüber streiten was nun real sei oder ob der Sound von Vinyl wärmer daherkommt – letzten Endes geht es wie in der Musik selbst um Emotionen und die sind bei Vinyl bei mir immer noch am stärksten.

Die Festivalsaison beginnt in Kürze. Was liebst Du mehr – Auflegen im Club oder auf der Bühne und warum?
Es hat beides seinen Charme. Ein bebender dunkel hallender Club in dem du durch die Nacht wankst und auch das Open Air bei dem du hell wach die Erwartungen erfüllen darfst. Es ist also wieder einmal der Moment der etwas Besonderes darstellt und gar nicht zwingend der Ort an sich.

Was macht für Dich eine unvergessliche Nacht hinter den Decks aus?
Eine gut funktionierende Technik, Leute die wissen warum sie da sind und gute Drinks. Das in Kombination ist unschlagbar und verhilft allen zu einer unvergesslichen Reise durch die Nacht.

Vielen Dank
Ich habe zu danken.

Im Netz findet ihr Egopool und Subdimension records:

Quelle & Thx: Lars Kämmerer von Satzbrand

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