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Techno auf der Straße: Warum Köln für ein paar Stunden anders klang

An einem kalten Dezemberwochenende wurde Köln kurzzeitig lauter, schneller und freier. Keine Clubnacht, kein Festival – sondern eine Bewegung auf der Straße. Unter dem Namen „Demonstration der Kunst“ trafen sich Menschen aus Musik, Kunst und Subkultur, um sichtbar zu machen, was in der Stadt zunehmend fehlt: Raum für unabhängige Kultur. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand Fabian Laute. Der Kölner Live-Act brachte sein Setup direkt in die Innenstadt und spielte ein Set, das nicht geplant war, sondern im Moment entstand. Analoge Maschinen, modulare Sounds, rohe Energie. Statt klassischem Demo-Ablauf entwickelte sich eine Dynamik, die man sonst aus dem Club kennt. Menschen blieben stehen, tanzten, folgten dem Sound.

Lautes Musik bewegte sich zwischen treibendem Techno, psychedelischen Elementen und tranceartigen Spannungsbögen. Kein Show-Act, kein Statement für Social Media – sondern Musik, die funktionierte, weil sie ehrlich und direkt war. Für einen Moment wurde öffentlicher Raum zu etwas, das in vielen Städten kaum noch existiert: ein offener Ort für elektronische Musik.

Doch es ging um mehr als Sound. Die Aktion machte deutlich, wie stark die Kölner Szene unter Druck steht. Orte, an denen Subkultur wachsen konnte, sind bedroht oder längst verschwunden. Genau deshalb verbinden sich bei der „Demonstration der Kunst“ Protest und künstlerischer Ausdruck. Nicht als Event, sondern als Haltung. Fabian Laute steht exemplarisch für diese Haltung. Als Produzent, Live-Act und Teil der Szene nutzt er seine Musik nicht nur für den Dancefloor, sondern auch als Mittel, um Räume zurückzufordern. Was bleibt, ist die Erkenntnis: Techno ist nicht verschwunden. Er hat sich nur verlagert. Dorthin, wo er wieder sichtbar wird.

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Quelle: Push Hard PR | Foto by Kristina Kast | Push Hard PR