Tote auf Loveparade 2010

Friede, Freue, Eierkuchen… Die Loveparade 2010 sollte ein Freudenfest der elektronischen Musik werden, dann kam es gegen 17 Uhr in Duisburg zu einer einer Massenpanik. Auf der Parade waren laut ersten Schätzungen bis zu 1,4 Millionen Besucher, den ersten Berichten zu folge starben über zehn Menschen, duzende mussten reanimiert werden und es gab hunderte von Verletzten.

Auslöser war allen Anschein nach ein Gedränge am Tunnel in der Karl-Lehr-Straße, in diesem Nadelöhr brach Panik aus welche die Masse erfasste. Die Feiernden wurden zuerst nicht darüber informiert um sie nicht weiter zu verunsichern und so ging die Party erst einmal weiter. Erst gegen 18 Uhr wurden die Teilnehmer aufgerufen nach Hause zu gehen. Als nächster Brennpunkt entpuppte sich der Hauptbahnhof, hier wurde der Bahnverkehr gestopt – viele flüchtenen auf die Gleise. Eine Notruftelefonnummer für Angehörige ist erreichbar unter 0203-94000. Was für ein trauiges Ende für einen solch friedlichen Grundgedanken… Unser inigstes Beileid gilt allen Angehörigen und unsere Gedanken sind bei denjenigen, die derzeit noch versorgt werden müssen.

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41 Kommentare bis “Tote auf Loveparade 2010”

  1. [...] Loveparade Desaster Vor einem Jahr, am 24. Juli 2010 um ca. 17:45 Uhr, endete eine Geschichte der Loveparade 2010 und aus ”Friede, Freue, Eierkuchen” wurde eine Massenpanik. Bis zum heutigen Tag hat [...]

  2. [...] kein Event am Blauen See in Ratingen mehr gibt. Dies wurde nun offiziell bestätigt… Nach dem Unglück der Duisburger Loveparade sind die Auflagen enorm verschärft worden, dazu kommt noch ein dickes [...]

  3. [...] Erfolg im neuen Jahr. Obwohl das Jahr auch seine
    Tiefen hatte, wir erinnern uns an die Opfer der Loveparade, gab es
    doch viel positives und wir freuen uns auch 2011 euch mit neuen
    News und auch Partys zu [...]

  4. Mark sagt:

    Der Geldhunger von manchen hat jetzt die Parade sterben lassen? Das kanns doch auch nicht sein das McFit Rainer Schaller zum Totengräber der Raver wird?

    • Tosch sagt:

      Sind jetzt schon 20 Tote !!
      Der McFit Futzi soll mit seinem ganzem Kaptial für die Angehörigen aufkommen, der is der Veranstalter und hat am meisten Kapital draus geschlagen!

      • Diana sagt:

        Die Frage ist warum wurde die Marke “Loveparade” überhaupt an den Schaller verkauft? Das hätte auch nicht sein müssen

    • Ina sagt:

      Jap genau, der sollte Bluten und die ganzen sensationsgeilen Politiker & Medien gleich mit!!
      Die Parade ist tod – die Musik lebt!!

  5. Hoschi sagt:

    Der Betreiber des Warehouse,Yena Yenas, in Köln zum Thema:
    “Wir wurden von der Stadt Duisburg gefragt, ob wir eine Bühne außerhalb des LoPa-Gelände hosten möchten, um die ankommenden Menschen etwas zu bremsen und bei einem Stau zu unterhalten. Dies war, wie wir am Ende feststellten, die einzige Maßnahme vor Ort. Die Bühne befand sich auf der Friedrich-Wilhelm-Straße, Ecke Düsseldorfer Straße. Als wir dort ankamen, wunderten wir uns sehr, dass die meisten Straßen abgesperrt waren und der ganze Strom über so wenige Zufahrten geleitet wurde. Zwischen der Stadt und der anwesenden Polizei kam es über den gesamten Tag immer wieder zu Streitigkeiten bezüglich der Organisation und den aufgestellten Barrieren. Von unserer Bühne aus konnte man geradeaus in Richtung Hauptbahnhof gucken und sah auf dieser einzigen Straße mindestens 50.000 Leute. Diese wurden zunehmend aggressiver und launischer, weil sie nicht reinkamen und es stundenlang kein Vor und Zurück gab. Zu keiner Zeit wurde uns auch nur der geringste Polizeischutz gegeben. Wir wurden mit Dosen und sonstigen Gegenständen beworfen, doch das hat niemanden interessiert. Als wir bei der Stadt um Hilfe baten, bekamen wir eine Stunde später vier überforderte Ordner zur Seite gestellt. Gegen Nachmittag wollte ich einen Freund aus dem Gelände holen und sah dabei von oben auf diese gewaltige Menschenmasse im bzw. am Tunnel. Es ist für mich unvorstellbar, wie ein Polizeipräsident ein paar Stunden später auf der Pressekonferenz von 105.000 Besuchern sprechen kann. Auch wenn ich kein Freund von übereiligen Schlüssen bin, ist er für mich der Hauptverantwortliche. Dies alles wäre nicht passiert, wenn wir nicht wie Tiere eingezäunt worden wären. In Berlin gab es unzählige verschiedene Möglichkeiten und Flächen, um so eine hohe Besucherzahl zu bewältigen. Hier wurde jedoch versucht, die Leute wie eine Bullenherde über nur einen einzigen Eingang in einen Käfig zu lotsen, um sie Stunden später wieder frei zu lassen. Wie wir gegen Abend erfahren haben, wollte die Stadt mehr Bühnen um das Gelände aufbauen, um die Leute die sowieso nicht auf das Gelände gepasst hätten, zu animieren. Dies hat die Polizei nach Angaben der Stadt jedoch kompromisslos abgelehnt. Dies was dort passiert ist, ist das Resultat von amateurhaften Planungen eines ahnungslosen Fitness-Studio-Inhabers, einer überforderten Stadt, arrogante Polizisten sowie eines mehr als inkompetenten Bürgermeisters.”

  6. Tina sagt:

    Ausverkauf der Tragödie… Schlimm genug aber jetzt auch noch Kapital daraus schlagen.

  7. Basti sagt:

    So krass… und haben null Plan:
    “Adolf Sauerland verteidigte sich auf der Pressekonferenz im Rathaus gegen Vorwürfe, das Festival-Gelände sei nicht geeignet und die Stadt Duisburg nicht auf den Andrang und Engpässe vorbereitet gewesen: „Alle Sicherheitsvorkehrungen, die notwendig waren, sind von den Ordnungskräften eingeleitet worden. Es ist dafür gesorgt worden, dass nur die Größenordnungen in den Tunnel geleitet wurden, die der Tunnel verkraftet. Aber soweit wir das Szenario kennen, sind die Toten entstanden, weil man Sicherheitsvorkehrungen überklettert hat und dann abgestürzt ist.“ ”

  8. Acid sagt:

    Hi hier noch ein Tunnelvideo:

  9. Adrian Lange sagt:

    19 Tote wie konnte es nur so weit kommen

  10. Suzie sagt:

    Die Pressekonferenz war echt ein Witz…
    hier Rainer Schaller auf Pressekonferenz

  11. smotte sagt:

    Die Pressekonferenz von Heute 12:00Uhr zeigt, bringt keine Neuigkeiten.
    Deutlich zu sehen war nur, dass den Fragen bzgl. des Unglücks größtenteils ausgewichen wurde.
    Die Verantwortlichen verwießen meistens auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.
    Eine derartige ungenaue Stellungsnahme der verantwortlichen Personen lässt darauf schließen, dass die Regelung einer so großen Menschenmenge maßlos unterschätzt wurde.
    Hoffentliche wird der Vorfall zügig aufgeklärt und die Schuldigen zur Rechenschafft gezogen.

  12. Acid sagt:

    Hier die offizielle Meldung über die Todesopfer auf Pressekonferenz, 16 von 19 Toten konnten identifiziert werden.

  13. Ruth sagt:

    The Day after….

  14. Lena sagt:

    9 Tote und 342 Verletzte und keiner ist schuld. Also bei so einer großen Party muss auch genug Polizei da sein um sowas zu vermeiden, aber die machen ja lieber sinnlose Kontrollen oder tyranisieren das Volk mit ihren Blitzern

  15. Hotzelot sagt:

    Bericht aktuell über die Ereignisse in Duisburg.

    11.30 Uhr: Eine halbe Stunde vor der Pressekonferenz ist der Raum proppevoll. Jetzt beginnen die Schuldzuweisungen.

    11 Uhr: Die Polizeigewerkschaft sieht die Schuld an der Katastrophe bei der Loveparade beim Veranstalter. Wolfgang Orscheschek, Kreisvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender, schreibt in einer Mitteilung, die RP ONLINE vorliegt: “19 Tote und 342 Verletzte, überwiegend Jugendliche, wurden Opfer materieller Interessen eines Veranstalters, der unter dem Deckmäntelchen der Kulturhauptstadt 2010 unter Ausnutzung planbarer Medienreaktionen so viel Druck auf Landespolitiker ausübte, dass vor dem drohenden Szenario eines irreparablen Imageschadens für die Region und die Stadt Duisburg unsere Stadtpolitiker in die Enge getrieben wurden, dass sie zum Ereignis Loveparade trotz eindringlicher Warnung aus dem Sicherheitsbereich nur Ja sagen konnten.”

    10.45 Uhr: Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft am Sonntagmorgen die Planungsunterlagen zu der Techno-Party beschlagnahmt. Danach liegt unter anderem die Anzeige eines Feuerwehrmannes vor, der genau vor dieser Gefahrenstelle gewarnt hat, an der das Unglück passiert ist.

    9 Uhr: Anwohner haben Kerzen und Blumen vor der Unfallstelle niedergelegt. Nicole Abbassi, 46, die unmittelbar an der Unfallstelle wohnt, hat die Tragödie gesehen: “Das musste so enden”, sagt die 46-Jährige unserer Redaktion. Anwohner wollten bereits im Vorfeld ein Verbot erwirken. “Wie konnte man nur so viele Menschen durch den Tunnel schleusen.” Als die Polizei das Gelände abriegelte, bracht Panik aus, berichtet sie weiter. “Wir wollen rein! Wir wollen rein!”, sollen die Menschen gerufen haben.

    8.15 Uhr: Die Lage am Bahnhof in Duisburg hat sich im Laufe der Nacht entspannt. Die meisten Menschen wurden mit Shuttlebussen aus der Stadt gebracht. Viele konnten aber erst spät in der Nach mit der Bahn die Stadt verlassen. Sie schliefen teilweise im Bahnhof auf dem Boden. Vereinzelt verbrauchten einige Besucher die Nacht in Duisburger Parks.

    8 Uhr: Das Gelände am alten Güterbahnhof ist am Morgen nach der Tragödie menschenleer. Nur die Spurensicherung und Journalisten versammeln sich vor dem Tunnel, an dem gestern kurz nach 15 Uhr im Gedränge 16 Menschen ums Leben kamen und hunderte verletzt wurden. Übertragungswagen aller großer deutscher Fernseh-Sender sind vor Ort.

  16. Sue sagt:

    Die Frage wer ist schuld? Der Veranstalter, die Stadt, die Polizei?

  17. Sugar sagt:

    Traurig auch wie Bild das ausbeutet… die lauern ja wie die geier auf sowas

  18. GoaGerhard sagt:

    Die Bilder schauen aus als wie nach einem Bombenanschlag… Kriegsgebiet Duisburg

  19. Hotzelot sagt:

    Dr Motte: “Ich denke, die Loveparade war nicht tot. Nur ihr Name ist von McFit verbrannt worden, da die Marke verkauft wurde. Die Inhalte, der Spirit – das ist bei mir in Berlin geblieben, der Name ist auf Reisen gegangen. Aber mit diesem Ereignis heute ist sie gestorben…”

  20. Mike sagt:

    Es gibt einen Bericht vor der Party, wo einer der die Lage vor Ort kennt, vor einer solchen Panik warnt! Echt miese Organisation…

  21. Tobi G sagt:

    Echt traurig was da abging… Mein Beileid!!

  22. Ronja sagt:

    Echt übel… traurig traurig

  23. ‎….hoffentlich nicht noch mehr dazu kommen

  24. ….furchtbar sind schon 15

  25. [...] This post was mentioned on Twitter by Fraundorfer H.-J., Nadja Engel, Marc Twain, Mark Sauderson, Goa Gerhard and others. Goa Gerhard said: RT @Doshead: 10 Tote und über 100 Verletze auf der #Loveparade in #Duisburg … @ http://bit.ly/c8CcOC [...]

  26. Ina sagt:

    Scheiße… Wie kann sowas den passieren? Gab es da keinen Fluchtplan oder so?

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